Der Zinseszins

 

Der Zinseszins

Viele werden schon mal den Begriff Zinseszins gehört haben – ich will mal kurz erklären was dieser bedeutet und wie man ihn sich für seine finanzielle Unabhängigkeit zunutze machen kann.

Zunächst wäre es einmal wichtig zu wissen, was denn der einfache Zins ist: Darunter versteht man quasi die Entschädigung für das Überlassen seines Geldes an jemand anderen; in der Regel ist das die Bank. Sehr schön kann man das am Beispiel Festgeld sehen: Dort legt man für mehrere Jahre sein Geld fest an und erhält als Entschädigung Zinsen, da man in der Anlagezeit ja nicht an den Betrag herankommt.

Beispiel: Man legt zum Jahresanfang 5000€ als Festgeld mit einem Zinssatz von 5% an. Zum Jahresende werden die Zinsen in Höhe von 250€ dem Girokonto gutgeschrieben.

Um jetzt den Zinseszins-Effekt nutzen zu können werden die 250€ an Zinserträgen einfach zu den bereits angelegten 5000€ auf dem Festgeldkonto hinzuaddiert. Das Resultat hiervon: Zum darauffolgenden Jahresende werden die 5% Zinsen nicht auf die 5000€ sondern auf die 5250€ berechnet und der Zinsertrag für Jahr 2 erhöht sich.

Dies führt zwangsläufig dazu, dass das Vermögen nicht linear sondern exponentiell ansteigt. Und langfristig kann man auf diese Weise aus 5000€ am Anfang in 10 Jahren 8144,47€ machen. Natürlich lässt sich das Ganze auch rechnerisch bestimmen: Endwert einer einmaligen Anlage (K):

 
 
 
 
Ein weitaus größerer Effekt würde natürlich entstehen, wenn man zusätzlich zu den Zinserträgen regelmäßig am Beginn einer Periode (z.B. jedes Jahr) den Anlagebetrag K einzahlt. Auch bei dieser Variante lässt sich das Kapital nach einer bestimmten Zeit t berechnen:
 
 
 
 
 
 
Zum Schluss nochmal eine tabellarische Veranschaulichung, was mit einem Kapital von 10.000€ passieren würde, wenn man es zu einem mittleren jährlichen Zins für die Altersvorsorge zurücklegt: