Tulpenmanie (Erste Spekulationsblase?)

Tulpenmanie

 
 

Tulpen und Börse//Spekulationsblase


Die Tulpenmanie gilt als die erste dokumentierte Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte.

Tulpen wurden Ende des 16. Jahrhunderts in den Niederlanden eingeführt und galten schon nach kurzer Zeit als Statussymbol. Anfangs wurden diese nur für den privaten Garten genutzt, schnell aber entdeckten die Ersten, dass sich Geld mit dem Kauf und Verkauf von Tulpen verdienen lässt.

Der Handel, der üblich in Kneipen stattfand, gewann dadurch sehr schnell an Popularität.

So kam es, dass eine Art Terminkontrakte eingeführt wurden. Konkret gesagt wurden Verträge geschlossen, Tulpenzwiebeln zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben, z.B. am Ende der Saison. Ob diese Zwiebeln jedoch auch die versprochenen Tulpen hervorbringen, geschweige denn überhaupt aufgehen, war nie sicher. Angefangen im Jahr 1623 bis zum Jahr 1637 stieg der Preis der begehrtesten Tulpenzwiebel „Semper Augustus“ von 1.000 Gulden auf bis zu 10.000 Gulden an. Zum Vergleich: Die prächtigsten Häuser Amsterdams kosteten um diese Zeit ebenfalls ca.10.000 Gulden. Das durchschnittliche Einkommen eines Niederländers lag zu dieser Zeit bei gerade einmal 150 Gulden im Jahr.

Die Menschen wurden übermutig und setzten ihr Land und Vieh aufs Spiel. Beim Handel der Optionsscheine war es nicht selten, dass sich Händler untermischten, die gar kein Geld besaßen und lediglich auf den Wiederverkauf setzten.

Die Folge: Es entstand eine riesige Blase.

Im Jahr 1637 kam es spontan zu einer Mehrheit der Verkäufer. Da auf diese Weise nicht ausreichend Handelspartner gefunden werden konnten, brach Panik aus. Die Preise sanken von ihrem hohen Niveau extrem herab und die zahlungspflichtigen Besitzer der Terminkontrakte weigerten sich den Preis zu zahlen. Die wenigsten Spekulanten haben an den Tulpen Gewinne erzielen können, somit gingen die meisten Händler bankrott.

Zwar gab es Eingriffsversuche des Staates um den Zusammenbruch der Blase zu kontrollieren, jedoch ist selbst dieser gegen den großen Markt machtlos geblieben.
Letztendlich kam es zu einer Wirtschaftskrise, da in den vergangenen Jahren in Tulpen und nicht in nachhaltige Projekte investiert wurde.