CFD Trading

 

CFD Trading

 
 


CFD Trading gewann in den letzten Jahren an immer größerer Popularität.


Durch die CFD`s (contract of difference) wird es dem Trader möglich gemacht mit verhältnismäßig geringem Kapital Einsatz an relativ kleinen Kursbewegungen zu profitieren. Doch was sind diese CFD´s eigentlich? Wo sind die Unterschiede zwischen dem Future Trading und dem CFD Trading?
CFD´s gehören zu den Derivaten. Bei einem Derivat handelt es sich um einen Vertrag, der den Zeitwert eines gewissen Basiswertes abbildet. Dieser Basiswert kann jegliche Wertpapiere, Kennzahlen etc. enthalten. Beliebt hierfür sind vor allem Aktien, Indizes, Rohstoffe und Devisen. Das Angebot hängt natürlich vom Anbieter, dem Broker ab.
In der Praxis bedeutet das, wer CFD Trading betreibt handelt NICHT den eigentlichen Basiswert. Wer somit einen CFD Kontrakt auf den DAX kauft, erwirbt nicht Anteile an 30 Unternehmen, sondern lediglich eine Vertrag, der den Zeitwert des DAX wiederspiegelt.

Beispiel:

Herr Maier geht im DAX CFD bei 10.000 Punkten long, in der Hoffnung, dass der Kurs steigt. Er kauft also ein Lot (Handelsgröße) bei seinem Broker. (Bei einem Standard Lot ist es üblich, dass ein Punkt im DAX einen Euro ausmacht. Das ist natürlich abhängig vom Broker und sollte hier nicht verallgemeinert werden.) Nehmen wir weiter an, dass sich der Stop Loss von Herr Maier bei 9.950 Punkten befindet und sein Take Profit bei 10.050 liegt.
 
 
Der Basiswert (Underlying) auf den sich der CFD bezieht ist der DAX. Dieser Basiswert wird nicht gehandelt, sondern der Zeitwert. Das bedeutet Herr Maier erhält im Fall des Profits 50€, da der DAX in diesem Zeitraum um 50 Punkte gestiegen ist. Genauso kann jedoch auch das Gegenteil eintreffen, wenn der Kurs den Stop Loss von Herr Maier tangiert und er einen Verlust von 50€ einfährt. Kosten wie der Spread wurden hier vernachlässigt.
Achtung! Wer CFD Trading betreibt handelt nicht an der Börse und nicht zwangsweise gegen andere Trader.
Wer CFD`s tradet erwirbt diese bei seinem Broker, dieser fungiert als Market Maker. Wie der Name schon sagt wird vom Broker der Markt gemacht und somit auch die Kurse. So kommt es zustande, dass sich die CFD Kurse bei Brokern unterscheiden können.
Gehandelt werden kann immer nur wenn sich Handelspartner (Käufer und Verkäufer) finden. Da es sich hier um einen eigenen Markt handelt, nimmt der Broker die Gegenseite ein. Wer nun weiter denkt, wird feststellen, dass der Broker an den Verlusten des Trader`s profitiert. Es ist also immer darauf zu achten sich mit verschiedenen Brokern auseinanderzusetzten und auf die Seriosität zu achten!
Um sich gegen erfolgreiche Trader abzusichern, werden diese Orders am realen Future Markt gehedged(abgesichert), indem die Gegenposition eingenommen wird.
Für gewöhnlich sind die Kosten, die der Trader tragen muss der Spread und eventuelle Kosten bei dem Halten einer Position über Nacht. Große Popularität hat das CFD Trading vor allem durch den Hebel erlangt. Dieser befindet sich meist im Bereich 1:100. Dies soll so viel heißen, dass euch der Broker Geld leiht, um mit diesem zu handeln. Dieser Hebel macht z.B. im Forex Handel großen Sinn, da die wenigsten mehrere Zehntausende Euro seinem Broker in die Hand drücken möchten. So werden dem Anfänger Möglichkeiten geboten, mit einem relativ geringen Kapital im CFD Trading Produkte zu handeln, die ein Vielfaches kosten würden.
Um das geliehene Geld des Brokers nutzen zu dürfen, wird eine gewisse Summe als eine Art Pfand hinterlegt, die als Margin bezeichnet wird.

Da beim CFD Trading nicht auf den Basiswert, sondern auf den Zeitwert gesetzt wird ist im Unterschied zum Aktienhandel nicht nur der Totalverlust möglich, sondern kann es auch in Einzelfällen zur Nachschusspflicht kommen.