Ausgabeaufschlag

 

Der Ausgabeaufschlag


Eine Geldanlage auf den Kapitalmärkten ist im Prinzip immer mit Kosten verbunden. Legt man sein Geld beispielsweise in Fonds an, dann erhält man nicht für den gesamten Betrag Fondsanteile, sondern muss eine Art Kaufgebühr bezahlen – das ist der Ausgabeaufschlag..

Dieser Ausgabeaufschlag wird von den verschiedenen Kapitalanlagegesellschaften (in %) erhoben und die Höhe ist oft unterschiedlich; Rentenfonds z.B. haben im Durchschnitt 3% Ausgabeaufschlag, während man bei Aktienfonds mit ca. 5% rechnen kann.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie die Höhe eines Ausgabeaufschlags bestimmt wird:

1. Nettomethode


Bei dieser Methode wird ein bestimmter Prozentsatz auf den Rücknahmepreis berechnet. Die Formel hierfür lautet folgendermaßen:
[(Ausgabepreis x 100) / Rücknahmepreis] - 100
Ein Beispiel: Angenommen der gewünschte Fondsanteil kostet 100€, das ist der Ausgabepreis. Der Rücknahmepreis ist grundsätzlich niedriger als der Ausgabepreis, wir gehen von 97€ aus. Der Ausgabepreis multipliziert mit 100 ergibt 10.000€. Teilt man diesen Betrag durch 97, so erhält man gerundet 103,09. Abzüglich 100 kommt man schließlich auf den Ausgabeaufschlag in Höhe von 3,09%.

2. Bruttomethode


Hier wird der Ausgabeaufschlag auf Basis des Ausgabepreises berechnet. Bleiben wir beim gleichen Beispiel:

Der Ausgabepreis beträgt 100€. Es ist ein prozentualer Ausgabeaufschlag von 5% vorgegeben. Dieser wird nun auf den Ausgabepreis angewendet, d.h. 5% von 100€ wären 5€ & diese 5€ gelten als Ausgabeaufschlag für jeden einzelnen Fondsanteil.

Seit einigen Jahren besteht aber auch die Möglichkeit, in Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag zu investieren. Der Haken an der Sache: Diese Anbieter holen sich die Gebühren meistens in Form von vergleichsweise höheren Verwaltungsgebühren zurück. Daher sind diese sogenannten „No-Load-Fonds“ eher für Anleger geeignet, die relativ kurzfristig anlegen und schnell mal den Fonds wechseln.